Gemeinde Grävenwiesbach

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Kirchen in Grävenwiesbach

Die evangelische Kirche in Grävenwiesbach

Die größte Dorfkirche in weiter Umgebung wurde als Zentralkirche des Kirchspiels Grävenwiesbach durch den Schlossbaumeister der Fürsten von Nassau-Usingen, Friedrich Joachim Stengel (1694-1787), in den Jahren 1737/38 erbaut.

In protestantischem Bewusstsein schuf Stengel ein klassizistisches Bauwerk, das einen betont nüchternen und weltlichen Charakter hat. Der 36 Meter hohe Turm trägt vier Glocken. Die letzten Renovierungen der Kirche (außen: ~1970, 1988; innen: ~1969, Bänke: 1995) wurden in Farbe und Gestaltung dem Willen des Erbauers gerecht: Weder Bilder noch Verzierungen sollen den Gottesdienstbesucher ablenken.

Der Kirchturm steht an einer Längsseite des Kirchenschiffes, das als Querschiff ausgeführt ist: Die Kanzel ist an der Turmseite über dem schlichten Altar angeordnet. Diese Anordnung ist symbolisch für den protestantischen Glauben: Das Wort - die Wortverkündigung von der Kanzel aus, steht über den Sakramenten - den Handlungen am Altar. Die schmucklosen Fenster mit hellen, einfachen Scheiben lassen viel Licht in die Kirche fallen - gerade zur Gottesdienstzeit am Sonntagmorgen um 10.00 Uhr scheint die Sonne direkt auf die Front mit dem Hauptportal. Gleichzeitig geben die Fenster dem Gläubigen den Blick frei in Heimat und Natur. Der Baumeister gibt damit der "Kirche in der Welt Gottes und für die Welt Gottes" Ausdruck.

Die 1995 im Rahmen der Dorferneuerung erfolgte Renovierung und Neugestaltung der Außenanlage orientierte sich am klassizistischen Baustil. Orgel, Evang. Kirche, Foto: Klaus-Fr. Rüb Die Orgel wurde in den Jahren 1961 bis 1963 neu erstellt (Hardt, Möttau) und verfügt auf zwei Manualen und Pedal mit 22 Registern über eine breite Klangfülle in dem akustisch hervorragendem Kirchenraum. Der historische Prospekt und die Manuallade (Köhler, Frankfurt) sind aus dem Jahre 1750. Eine Renovierung der Orgel erfolgte 1996.

Das Gotteshaus ist die Zentralkirche für Grävenwiesbach und seine Ortsteile Heinzenberg, Hundstadt, Laubach, Mönstadt, Naunstadt. Zum Kirchspiel dazugehörig ist Hasselborn, das als politische Gemeinde zu Waldsolms im Lahn-Dill-Kreis gehört. Die Kirche prägt das Erscheinungsbildes ihres Standortes Grävenwiesbach, ohne in der Landschaft aufdringlich zu erscheinen.

 Text: Klaus-Fr. Rüb

Die Katholische Kirche in Grävenwiesbach

St. Konrad von Parzham, Grävenwiesbach

St. Konrad ist eine Diasporagemeinde: katholische Heimatvertriebene aus Oberschlesien und dem Sudetenland fanden nach dem Krieg in Grävenwiesbach und seinen umliegenden Dörfern eine neue Heimat. 1953 wurde die heutige Kirche eingeweiht, als Kirchenpatron wählte man den 1934 heiliggesprochenen Kapuzinerbruder Konrad von Parzham.

Bis 1985 war St. Konrad eine eigenständige Pfarrvikarie. In der Folge kam es zu mehren Zusammenlegungen von Pfarrgemeinden. Seit dem 01.01.2014 ist St. Konrad einer von elf Kirchorten der Großpfarrei St. Franziskus und Klara – Usinger Land.

Was mit der Gründung der Pfarrvikarie gelang bleibt bis heute unser Anspruch und unser Ziel: Menschen aus vielen Gegenden Deutschlands und aus zahlreichen Ländern Europas und der Welt zusammenzuführen.

Als Zuzugsgemeinde liegt uns die Integration so vieler unterschiedlicher Menschen am Herzen. St. Konrad ist für sie alle eine offene Gemeinde.

Heute prägen viele Gruppen unsere Kirchengemeinde und tragen zu einem lebendigen konfessions- und generationsübergreifenden Gemeindeleben bei.

Weitere Informationen finden sie auf der Internetseite der Pfarrgemeinde.

www.franziskus-klara.de/kirchorte/graevenwiesbach/st-konrad-graevenwiesbach/

 Text: Katholische Kirchengemeinde, Grävenwiesbach

Evangelische Kirche

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