Gemeinde Grävenwiesbach

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Informationen zum Dorferneuerungsverfahren

Altes Rathaus Heinzenberg
Altes Rathaus Heinzenberg

Die Gemeinde Grävenwiesbach nahm bereits in den Jahren 1991 – 1999 mit dem Hauptort Grävenwiesbach und von 2002 – 2010 mit dem Ortsteil Laubach an dem Hessischen Dorferneuerungsprogramm teil. Die Gemeindevertretung hat nun in ihrer Sitzung am 01.03.2011 beschlossen, am Dorferneuerungsprogramm weiterhin teilzunehmen und zwar mit den Ortsteilen Grävenwiesbach, Mönstadt und Naunstadt. Am 31. August 2011 wurde der Bescheid mit Datum vom 01. August 2011 zur Anerkennung der Orte Grävenwiesbach, Mönstadt und Naunstadt als Förderschwerpunkt an die Gemeinde übergeben.

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) beabsichtigt die Neustrukturierung des Dorferneuerungsprogramms. Aufgrund des demographischen Wandels und der damit verbundenen komplexen Herausforderungen an die Städte und Gemeinden in Hessen soll es möglich werden, das Dorferneuerungsprogramm auf der Grundlage eines „Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) in mehreren oder allen Ortsteilen einer Kommune einzusetzen.
Vor diesem Hintergrund wird im Anerkennungsjahr 2011 die räumliche Verfahrensebene erweitert. Gemäß Erlass vom 26.11.2010 ist vorgesehen, jeweils zwei oder drei Ortsteile gemeinsam als einen Förderschwerpunkt in das Programm aufzunehmen.

Insgesamt werden voraussichtlich über 60 Ortsteile aufgenommen. Für die neuen Förderschwerpunkte werden dann überörtliche Dorfentwicklungskonzepte (DEK) nach der aktuellen Aufgabenbeschreibung erstellt. In jedem Fall rückt die gesamtkommunale Betrachtungsebene noch weiter in den Vordergrund, um so auch die aktuelle Problemlage in den dörflichen Gebieten berücksichtigen und mit Hilfe des Programms zur Lösung der Probleme und Weiterentwicklung der Dörfer beitragen zu können.

Ziele des Dorferneuerungsprogramms

  1. Den ländlichen Raum auch angesichts der prognostizierten demografischen Entwicklung als eigenständigen attraktiven Lebensraum zu erhalten und seine Zukunftschancen durch Entwicklung seiner sozialen, wirtschaftlichen und natürlichen Potenziale zu wahren.
  2. Zentrales Thema ist dabei die Förderung der Innenentwicklung im Förderschwerpunkt und gegebenenfalls in anderen Ortsteilen, die in einem überörtlichen Zusammenhang mit dem Förderschwerpunkt stehen.
  3. Verbesserung der Wohnqualität in den Ortskernen.
  4. Steigerung der allgemeinen Lebensqualität.
  5. Bewahrung des bau – und kulturgeschichtlichen Erbes, der regionalen Identitäten und der regionaltypischen Bausubstanz.
  6. Erhaltung und Stärkung des individuellen Charakters des Dorfes.
  7. Stärkung der historischen Ortskerne in Funktion und Gestalt.

Fördermöglichkeiten innerhalb des Dorferneuerungsprogramms

Förderung privater Maßnahmen

  • Die Förderung beträgt 30% der Kosten der zuvor mit dem Amt für den ländlichen Raum im Hochtaunuskreis abgestimmten förderfähigen Gewerke, maximal 30.000,- € Zuschuss pro Projekt.
  • Der Förderung vorgeschaltet ist eine kostenlose Beratung. Hier wurde die Architektin Frau Marlies Kirsch beauftragt, die auch schon bei den Programmen 1991 – 1999 in Grävenwiesbach und 2002 – 2010 in Laubach tätig war.
  • Einen Beratungstermin sollte man über das Amt für den ländlichen Raum des Hochtaunuskreises oder Frau Kirsch ausmachen. Telefonnummern und weitere Informationen entnehmen Sie aus dem Informationsblatt zur Förderung von Privatmaßnahmen.

Förderung kommunaler Maßnahmen

  • Auf der Grundlage eines Dorfentwicklungskonzeptes (DEK) wird eine Maßnahmen – und Prioritätenliste erstellt.
  • Anschließend findet mit allen Beteiligten und Vertretern der Wirtschafts- u. Infrastrukturbank Hessen (IBH) ein Koordinierungstermin zur Festlegung eines förderfähigen Gesamtinvestitionsrahmens statt.
  • Die im förderfähigen Gesamtinvestitionsrahmen benannten Maßnahmen werden innerhalb des Dorferneuerungsprogramms gefördert.
  • Die kommunale Förderquote wird festgelegt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und dem Hessischen Finanzministerium auf Grundlage der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeinde und der Stellung im Finanz- und Lastenausgleich. Förderquote zur Zeit 70 %.

Verlauf des Dorferneuerungsverfahrens

Erstellung eines Dorfentwicklungskonzeptes:
Auftrag wurde an das Geographische Planungsbüro Nathalie Franzen vergeben

Beratungsleistungen für Privatmaßnahmen:
Auftrag wurde an die Architektin Marlies Kirsch vergeben.

Am 15.11.2012 findet um 19:30 Uhr im Bürgerhaus Grävenwiesbach eine Bürgerinformationsveranstaltung statt, in der Frau Franzen ein Überblick über die Ziele der Dorferneuerung, Inhalte und weitere Vorgehensweise gibt. Zu dieser Veranstaltung sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Grävenwiesbach herzlich eingeladen.
Zur Erstellung des DEK werden alle interessierten Bürger aktiv einbezogen. Am 24. November 2012 ab 15:00 Uhr findet in Naunstadt eine Ortsbesichtigung ab DGH statt. Anschließend Zusammenkunft im DGH ab 16:30 Uhr.

Das gleiche findet am 12. Januar 2013 in Mönstadt ab 15:00 Uhr vom DGH und am 19. Januar 2013 in Grävenwiesbach ab BGH statt. Am Ende der Moderationsphase zur Erstellung eines Dorfentwicklungskonzeptes findet ein Koordinierungstermin mit allen beteiligten Personen und der IBH statt, an dem der förderfähige Gesamtinvestitionsrahmen festgelegt wird, einschließlich einer Prioritätenliste.

Nach diesem Koordinierungstermin wird das Dorfentwicklungskonzept fertig gestellt und durch die Gemeindevertretung beschlossen sowie anschließend noch einmal in einer Bürgerversammlung vorgestellt. Danach können die geplanten kommunalen Maßnahmen laut Prioritätenliste umgesetzt werden.

Infoflyer Dorferneuerung Privatmaßnahmen (PDF-Format)

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